IG Metall Oranienburg und Potsdam
https://www.igmetall-oranienburg-potsdam.de/aktuelles/meldung/ausgeplaudert-wenn-die-groko-auf-die-wiesn-ging/
15.12.2018, 12:12 Uhr

Kolumne

"Ausgeplaudert": Wenn die GroKo auf die Wiesn ging ...

  • 09.10.2018
  • Aktuelles, Vor Ort

"Ausgeplaudert" ist der Titel einer monatlichen Kolumne. Autor dieser inzwischen schon legendären Rubrik ist Manfred Ende, der die Seniorinnen und Senioren in der Geschäftsstelle Oranienburg betreut. Die aktuelle Ausgabe lest Ihr hier.

Manfred Ende, Gewerkschafter und Autor - Foto: IG Metall

In der großen Koalition  bröckelt es, doch keiner will die Brocken hinschmeißen. So bleibt es beim Parteienstreit, was ein Vorzug der Demokratie sein soll, wie uns die Kanzlerin erklärt. Aber es nervt die Bürger, zumal Frau Merkel, wenn es noch schlimmer kommt, ein fünftes Mal kandidieren könnte. Warum auch nicht, Exkanzler Schröder hat gleichfalls zum fünften Mal geheiratet.

Vielleicht hätte sich die GroKo in den vergangenen Tagen auf die Wiesn zum Oktoberfest aufmachen sollen (nicht auf die Wiese, wo die  Gebrauchtwagen stehen). Dort hätte Frau Merkel, statt der einschläfernden Sonntagsreden, im besten Berliner-Dialekt ein »Et is anjezappt!« ins Volk schmettern können, danach ein Maß Bier trinken, lachen, fröhlich sein, wie einst als kindliche Frösi Liebhaberin. Schön, sie hätte nicht gleich auf dem Tisch tanzen müssen, aber die auf harten Hinter-Bänken »sich durchsetzende« SPD-Pippi Nahles versöhnlich im Arm halten und dabei den Finger hakelnden Horst Seehofer im Blickfeld behalten, das hätte dem Volk traute »Eintracht« vermittelt.

Die GroKo, so die Kanzlerin, habe bisher einiges auf den Weg gebracht, es sollte dem Wähler nur besser verkauft werden, vielleicht mit Rabatt und an verkaufsoffenen Sonntagen. Der Verkauf der Aktion »Rodung im Hambacher Forst« zur weiteren Profitmaximierung der RWE-AG, ging allerdings unappetitlich in die Hose, denn die an ihren Bäumen hängenden Umweltschützer haben mit richterlichem Stopp einen Teilerfolg errungen. Doch dafür ist es der GroKo mühelos  gelungen, die schmerzhafte, betäubungslose Kastration der süßen Schweineferkel auf zwei Jahre zu verlängern. Ein Segen, dass sich aus Wählern nicht Kotelett machen lässt.


Drucken Drucken