21.09.2026 | Auch die Belegschaft von Mahle in Wustermark beteiligte sich am 21. September am bundesweiten IG Metall-Aktionstag gegen den Kahlschlag in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Im Rahmen einer Betriebsversammlung versammelten sich die Kolleginnen und Kollegen beim öffentlichen Gewerkschaftsteil zwischen 12.300 Uhr und 13.00 Uhr vor dem Werkgelände, um dort für sichere Arbeitsplätze und die Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland zu demonstrieren.
Die hiesige Automobilindustrie stecke infolge der Versäumnisse der Automobilunternehmen in einer schwierigen Zeit, sagte Anne Borchelt, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg-Potsdam, zu Beginn ihrer Ansprache an die Kolleginnen und Kollegen. „Wir wissen alle, dass Veränderungen dringend notwendig sind. Aber wir akzeptieren nicht, dass allein die Beschäftigten die Rechnung für die Fehlentscheidungen der Konzernmanager zahlen sollen.“
Nachdem die Konzerne jahrelang die Trends in der E-Mobilität, Batterietechnik und Digitalisierung verschlafen hätten, müsse es jetzt darum gehen, mittels starker Innovationen und Investitionen moderne Autos zu bauen, die in Deutschland zu realistischen deutschen Löhnen gebaut und weltweit verkauft werden können, so Borchelt. „Eine starke Industrie entsteht nicht dadurch, dass man Menschen unter Druck setzt. Sie entsteht durch Investitionen, Innovationen, Ideen und Mut – und vor allem durch Menschen, die jeden Tag Leistung bringen“, betonte Borchelt. „In der Automobilindustrie in Deutschland arbeiten motivierte, kreative und produktive Kolleginnen und Kollegen. Sie sind nicht das Problem, sondern die Lösung.“
Mit Blick auf die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie unterstrich Borchelt: „Eine Verlängerung der Arbeitszeiten, wie die Arbeitgeber es fordern, ist die falsche Strategie, um die Transformation zu bewältigen. Gegen solche Pläne werden wir entschiedenen Widerstand leisten.“ Die Kolleginnen und Kollegen bei Mahle in Wustermark sind dazu auf jeden Fall bereit.