IG Metall-R!SE-Festival 2025

„Die Zukunft sind wir!“ IG Metall-Jugend feiert und diskutiert beim R!SE-Festival in Magdeburg

07.07.2025 | „R!SE for solidarity, R!SE for future, R!SE against racism!” – Unter diesem Motto feierten rund 1000 junge Metallerinnen und Metaller aus ganz Deutschland im Elbauenpark in Magdeburg zwischen dem 3. und 6. Juli bei heiterem Sommerwetter sich selbst und die IG Metall-Jugend. Aus dem Einzugsbereich der IG Metall-Geschäftsstellen Oranienburg und Potsdam waren IG sieben junge Metallerinnen und Metaller in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts gereist.

Die jungen Metallerinnen und Metaller zeigten beim R!SE-Festival in Magdeburg klare Kante. - Fotos: Volker Wartmann

Das Workshopangebot auf dem Festival war sehr vielseitig.

Wegen des schönen Wetters fanden nahezu sämtliche Workshops im Freien statt.

Ab 17 Uhr versammelten sich die meisten Teilnehmenden vor der großen Hauptbühne, auf der mehrere angesagte Bands auftraten.

Die Stimmung war zeitweise sehr ausgelassen.

Für manch jungen Metaller ging es ganz hoch hinaus.

Die jungen Metallerinnen und Metaller diskutieren nicht nur gerne, sondern feiern auch gerne.

Die Bläserband Querbeat aus Köln sorgte am Samstagabend für gute Stimmung.

Das umfangreiche Festivalprogramm bot für alle etwas: vielfältige Workshops, Diskussionen und Austauschmöglichkeiten mit Aktiven aus der gesamten Republik. Und ab dem späten Nachmittag zahlreiche Live-Konzerte mit angesagten Bands, beispielsweise Tream, Querbeat und MandelKokainSchnaps. Und wer nach 22 Uhr noch nicht chillen, sondern weiterfeiern wollte, konnte bis in die tiefe Nacht in der Silent-Disco tanzen.

Die Themen des Workshop-Angebots waren breit gefächert, von „AfD-Verbot – pro und contra“ über „Klimapolitik erleben“ bis zu “KI in der Arbeitswelt“. Wer sich praktisch betätigen wollte, konnte beispielsweise an einem Spray- oder einem Beat-Producing-Workshop teilnehmen.

„Die Stimmung hier ist super, alle passen gut aufeinander auf und das Wetter spielt auch mit“, sagte Tim Christensen, Fachinformatiker für Systemintegration und Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bei ZF in Brandenburg an der Havel. „Es ist toll, hier so viele Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bezirken wiederzutreffen, mit denen man schon auf anderen Veranstaltungen und Seminaren zusammengearbeitet hat“, so der 24-Jährige. Er werde einige Anregungen aus diversen Workshops mit in den eigenen Betrieb nehmen, so Christensen.

Bei aller Ausgelassenheit und dem großen Spaß miteinander trat bei den Diskussionen in zahlreichen Workshops zutage, dass die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen und die damit verbundene Furcht vor dem Verlust von Arbeitsplätzen sowie der zunehmende Rechtsextremismus vielen jungen Metallerinnen und Metallern große Sorgen bereiten. Die zwei Themen kamen auch bei der Podiumsdiskussion mit dem IG Metall-Vorstand am Samstagmittag auf der Seebühne ausführlich zur Sprache.

„Das R!SE-Festival ist dafür da, dass wir hier Energie tanken und gestärkt in unsere Betriebe zurückgehen, um dort mit einer starken Stimme für die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe zu kämpfen“, sagte Stefani Jovanovic, Entwicklerin für Zugsteuerungssoftware bei Alstom in Hennigsdorf. Auch die 26-Jährige, Mitglied im Ortsjugendausschuss der IG Metall Oranienburg, freute sich über den Zuspruch der hauptamtlichen Mitglieder des IG Metall-Vorstands. Nadine Boguslawski hatte in ihrem abschließenden Wortbeitrag gesagt: „Die IG Metall-Jugend ist das Beste, was die IG Metall hat.“

„Oft wird nur über uns geredet, aber nicht mit uns“, so Stefani Jovanovic. Sie kündigte an: „Wir werden weiter laut rumposaunen, bis es Normalität ist, dass die Jugend ein Mitspracherecht hat, in der Gewerkschaft und den Betrieben.“

Jordi Ziour, Jugendsekretär der IG Metall Oranienburg-Potsdam, war von dem Festival gleichermaßen begeistert wie die die rund 1000 ehrenamtlichen jungen Metallerinnen und Metaller aus ganz Deutschland. „Die ganze Zeit war gute Stimmung bei bestem Festivalwetter. Das Workshop-Programm umfasste viele Themen, die Gewerkschaftsjugendliche beschäftigten“, so Ziour. „Die Leute hatten eine gute, gemeinsame Zeit, viel Spaß und werden das Festival sicherlich in bester Erinnerung behalten.“ Er gehe davon aus, dass die jungen Metallerinnen und Metaller gestärkt in ihre Betriebe zurückkehren werden und sich dort mit Elan und neuen Ideen für nachhaltige Zukunftsperspektiven und den Erhalt ihrer Arbeitsplätze einsetzen.

 

 

Von: vw

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