Ganztägige Aktion bei Voestalpine in Kirchmöser

Kolleginnen und Kollegen bei Voestalpine stehen geschlossen hinter den Tarifforderungen der IG Metall

25.09.2026 | Die IG Metall Oranienburg-Potsdam hat die Beschäftigten beim Weichenhersteller Voestalpine in Kirchmöser am 25. September in einer groß angelegten Anspracheaktion in und vor dem Werk über die aktuellen Forderungen der IG Metall in der anstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie informiert.

Vor dem Eingang zum Voestalpine-Werk in Kirchmöser gab es an diesem Tag nicht nur leckere Pommes Frites, sondern auch jede Menge brandneue Informationen zur anstehenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. - Fotos: Volker Wartmann

Nico Faupel (Mitte), politischer Sekretär der IG Metall Oranienburg-Potsdam, diskutiert mit zwei Kollegen über die Höhe der Entgeltforderung der IG Metall.

Der Betriebsratsvorsitzende André Buchholz (3. von links) und seine Kollegen stehen hinter den Forderungen der IG Metall.

Der politische Sekretär Jordi Ziour von der IG Metall Oranienburg-Potsdam hört einem Kollegen aufmerksam zu.

Solidarität war in vielen Gesprächen ein wichtiges Thema.

Die Pommes Frites vom DGB-Pommesmobil kommen gut an.

Die Metallerinnen und Metaller führen an diesem Tag viele spannende Gespäche.

Beim Gruppenfoto zum Abschluss der Aktion zeigt sich sogar die Sonne.

Auch die gute Laune kommt an diesem Tag nicht zu kurz.

In zahlreichen Einzel- und Kleingruppengesprächen brachten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IG Metall Oranienburg-Potsdam die Kolleginnen und Kollegen erst bei einem Betriebsrundgang zwischen 6.00 und 10.00 Uhr im Werk und anschließend bis 14.00 Uhr vor dem Werk auf den neusten Stand. Vor dem Eingang des Werks stand an diesem Tag das beliebte DGB-Pommesmobil, an dem sich die Beschäftigten während ihrer zeitversetzten Pausen beziehungsweise auf dem Weg von und zur Arbeit mit leckeren Pommes Frites stärken konnten.

In den zahlreichen Gesprächen zeigte sich, dass die Kolleginnen und Kollegen bei Voestalpine geschlossen und überzeugt hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Um ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen, traten mehrere, die bis dahin noch nicht Mitglied in der Gewerkschaft waren, direkt vor Ort in die IG Metall ein.

Die Forderungen, die die IG Metall der Arbeitgeberseite an diesem Tag offiziell übergeben hat, sehen im Einzelnen wie folgt aus:

Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent, Laufzeit des Tarifvertrags: zwölf Monate

Die IG Metall will mit den Arbeitgebern über die Absicherung der Arbeitsplätze und der Standorte sprechen

In Betrieben mit guter wirtschaftlicher Lage sollen Beschäftigte und Auszubildende eine tarifliche Gewinnbeteiligung erhalten

Eine soziale Komponente soll Beschäftigte in den unteren Lohngruppen entlasten

Diese Forderungen hatten die Tarifkommissionen für Berlin-Brandenburg und Sachsen am Vortag einstimmig beschlossen.

„Die Kolleginnen und Kollegen merken jeden Tag, dass das Leben immer teurer wird, beispielsweise an den Sprit- und den Lebensmittelpreisen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende André Buchholz. „Darum erwarten sie zu Recht, dass in der nächsten Tarifrunde spürbar mehr Geld rauskommt.“ Die Forderungen seien angemessen, betonte Buchholz. Die Bahninfrastruktur sei ein boomender Markt, in Deutschland und weltweit. „Allein an unserem Standort in Kirchmöser wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 200 Leute zusätzlich eingestellt“, erläuterte Buchholz.

Jordi Ziour, politischer Sekretär der IG Metall Oranienburg-Potsdam, zeigte sich am Ende des Tages sehr zufrieden mit der Resonanz der Beschäftigten. „Die Kolleginnen und Kollegen blicken sehr interessiert auf die anstehende Tarifrunde“, so Ziour. „Durch ihre unübersehbare Präsenz hat die IG Metall den Kolleginnen und Kollegen an diesem Tag eindrucksvoll zeigen können, dass sie mit Entschlossenheit für die Interessen der Beschäftigten eintritt.“ Er gehe davon aus, dass die Kolleginnen und Kollegen bei Voestalpine in dieser Tarifrunde aktiv hinter den Forderungen der IG Metall stehen werden, so Ziour.

„Die wirtschaftliche Lage taugt nicht als Ausrede für Zurückhaltung. Unsere Befragung zeigt, dass es bei allen Herausforderungen für einzelne Unternehmen der Mehrheit in der Metall- und Elektroindustrie gut bis sehr gut geht“, sagte Jordi Ziour. „In dieser Tarifrunde geht es auch darum, die Lasten des Umbruchs fair zu verteilen. Wenn Unternehmen hohe Gewinne einfahren, müssen sie ihre Beschäftigten daran beteiligen.“

 

Von: vw

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