Automobilzulieferer Mahle plant, 1000 Stellen abzubauen

Mahle-Betriebsräte fordern von der Konzernführung, auf den sozialpartnerschaftlichen Weg zurückzukehren

07.11.2025 | 120 Betriebsräte der deutschen Standorte des Automobilzulieferers Mahle haben auf einer gemeinsamen Betriebsräteversammlung in Ludwigsburg am 6. November eine Resolution verabschiedet, in der sie die Konzern-Geschäftsführung auffordern, zu einem sozialpartnerschaftlichen und gemeinsamen Weg zurückzukehren.

An der Betriebsräte-Versammlung vom 4. bis 6. November in Ludwigsburg nahmen 120 Betriebsräte aus allen deutschen Mahle-Standorten teil. - Fotos: IG Metall

Zukunft braucht Menschen, Menschen brauchen Zukunft

Die Mahle-Betriebsräte werden nicht zulassen, dass Belegschaften von unterschiedlichen Standorten gegeneinander ausgespielt werden.

Gemeinsame Resolution der Mahle-Betriebsräte

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise plant Mahle, weltweit 1000 Stellen abzubauen, einen großen Teil davon in Deutschland. Das Unternehmen will jährlich 150 Millionen Euro einsparen. Laut Konzernangaben soll ein Drittel durch Einsparungen von Sachkosten und zwei Drittel durch Einsparungen von Personalkosten erreicht werden.

Die Betriebsräte stellten klar, dass sie eine Spaltung der Belegschaften durch den Konzern nicht akzeptieren werden. „Eine Entsolidarisierung zwischen direkten und indirekten Mitarbeitenden oder zwischen Zentralbereichen und Produktionswerken werden wir entschlossen bekämpfen“, schreiben die Betriebsräte in ihrer gemeinsamen Resolution an die Konzern-Geschäftsführung.

„Wenn die Konzernführung ein Entgegenkommen der Beschäftigten erwartet, muss es auch Gegenleistungen für die Kolleginnen und Kollegen geben“, sagt David Schmidt, Betriebsratsvorsitzender am Mahle-Standort in Wustermark und Mitglied des Gesamtbetriebsrats. „Es muss in dieser Zeit des Wandels darum gehen, dass Zukunftsprodukte auch in Deutschland gefertigt werden.“

Am Mahle-Produktionsstandort Wustermark ist aktuell kein Stellenabbau geplant. Dort arbeiten derzeit etwa 100 Beschäftigte.

 

Von: vw

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