IG Metall Oranienburg und Potsdam
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19.07.2019, 14:07 Uhr

Kampf für Tariflohn

Montag: Warnstreik bei Riva/B.E.S. in Brandenburg

  • 12.07.2019
  • Aktuelles

Am Montag, 15. Juli 2019, findet ein Warnstreik der Beschäftigten der Brandenburger Elektrostahlwerke (Riva/B.E.S.) statt. Die IG Metall ruft die Kolleginnen und Kollegen auf, an diesem Tag von 5.00 Uhr bis Mitternacht die Arbeit niederzulegen. Der Grund: Die Geschäftsführung weigert sich bisher, das Verhandlungsergebnis für die ostdeutsche Stahlindustrie am Standort Brandenburg zu übernehmen. Um 10.30 Uhr wird eine Kundgebung stattfinden.

Bereit zum Warnstreik: die Beschäftigten von Riva/B.E.S. in Brandenburg Fotos: Volker Wartmann

Solidarisch mit ihren Brandenburger Kolleginnen und Kollegen: die Beschäftigten von Riva/H.E.S. aus Horath und Brandenburg

Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg: "Die uneingeschränkte Übernahme des ostdeutschen Stahlergebnisses muss sofort zugesagt und rückwirkend gezahlt werden."

Mit Pyrotechnik können die Kolleginnen und Kollegen mittlerweile sehr routiniert hantieren.

Bereits am 20. März 2019 haben die IG Metall und die Arbeitgeber ein Verhandlungsergebnis für die ostdeutsche Stahlindustrie erzielt. Dieses sieht eine Entgelterhöhung ab März 2019 in Höhe von 3,7 Prozent vor sowie eine Einmalzahlung von 100 Euro für die Monate Januar und Februar. Neuer Bestandteil im Tarifvertrag ist eine zusätzliche, dauerhafte, jährliche Vergütung in Höhe von 1.000 Euro ab dem Jahr 2020. Diese Vergütung kann in freie Tage umgewandelt werden. Auszubildende erhalten in zwei Stufen je nach Ausbildungsjahr eine Erhöhung der Vergütung von 88 Euro bis 188 Euro.

„Die IG Metall hat mehrfach ihre Bereitschaft bekundet, eine Lösung des Tarifkonfliktes am Verhandlungstisch zu ermöglichen. Beschäftigte, Betriebsrat und IG Metall lassen sich nicht spalten und eine Erpressung des Betriebsrates werden wir keinesfalls durchgehen lassen. Die uneingeschränkte Übernahme des ostdeutschen Stahlergebnisses muss sofort zugesagt und rückwirkend gezahlt werden“, fordert Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg. “Nach der Betriebsruhe in den Stillstand. Dies wird hoffentlich die Blockadehaltung der Geschäftsführung gegen angemessene Tarifverträge auflösen.“

Begleiten werden diesen Warnstreik die seit dem 11. Juni 2019 unbefristet streikenden Beschäftigten von Riva/H.E.S. aus Trier und Horath, die sich mit ihren Brandenburger Kolleginnen und Kollegen solidarisieren. Zudem wollen sie mit ihrer Teilnahme ihrer eigenen Forderung nach Anerkennung der Tarifverträge der rheinland-pfälzischen Metall- und Elektroindustrie Nachdruck verleihen. Derzeit liegen die Löhne bei dem tariflosen Betonstahlmatten-Hersteller rund 20 Prozent unter dem Metalltarif.


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