IG Metall Oranienburg und Potsdam
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22.08.2019, 07:08 Uhr

Riva/B.E.S. in Brandenburg

Riva-Konzern erkennt alle Tarifverträge der ostdeutschen Stahlindustrie voll an

  • 26.07.2019
  • Aktuelles

Der Kampf hat sich gelohnt: Der Riva-Konzern hat am Freitag, 26. Juli, für das Brandenburger Elektrostahlwerk (Riva/B.E.S.) das vor mehr als vier Monaten ausgehandelte Tarifergebnis der ostdeutschen Stahlindustrie vom 20. März 2019 endlich akzeptiert. Nach monatelangen Auseinandersetzungen, Solidaritätsstreik mit den Streikenden von Riva in Trier und Horath und drei ganztätigen Warnstreiks mit Produktionsausfall von rund 6,6 Millionen Euro Verlust erkannte die deutsche Riva-Konzernleitung - kurz vor der Urabstimmung über einen unbefristeten Streik in Brandenburg - das Tarifergebnis voll an.

Solidarisch: Die Kolleginnen und Kollegen von Riva aus den Standorten Brandenburg, Trier und Horath. Fotos: Volker Wartmann

Nach dem Erfolg in Brandenburg gilt es jetzt, auch für die Riva-Beschäftigten in Trier und Horath die Tarifbindung durchzusetzen.

IG Metall-Verhandlungsführerin Stefanie Jahn dankt den Brandenburger Kolleginnen und Kollegen für ihre Kampfbereitschaft und Entschlossenheit.

„Das ist ein Erfolg der Solidarität: Sowohl der Kampfbereitschaft der Brandenburger Riva/B.E.S.-Belegschaft als auch des gemeinsamen Kampfes mit den Streikenden von Riva/H.E.S. aus Trier und Horath“, sagt Stefanie Jahn, Verhandlungsführerin der IG Metall für Riva/B.E.S. und Erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg. "Ich danke allen Brandenburger Kolleginnen und Kollegen für ihre Entschlossenheit, Solidarität und Kampfbereitschaft. Nur so konnte dieser Erfolg kurz vor Beginn der Urabstimmung über einen unbefristeten Streik durchgesetzt werden. Wir werden weiter im Solidarpakt mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen von Riva/H.E.S. in Trier und Horath kämpfen, bis auch diese die Tarifbindung durchgesetzt haben."

Uwe Zabel, IG Metall-Verhandlungsführer für Trier und Horath, gratuliert den Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg zu ihrem Kampferfolg. "Riva ist bezwingbar. Nun ist es an der Zeit, bei den Verhandlungen am 5. August in Frankfurt einen Kompromiss zur Lösung des Streiks in Trier und Horath zu finden, sonst geht der Streik in Trier und Horath noch lange weiter", so Zabel. "Lasst uns gemeinsam die Tarifflucht des Riva-Konzerns verhindern und auch in Trier und Horath die Tarifbundung durchsetzen." Die IG Metall ruft dafür zu einer Solidaritätskundgebung und zur Beteiligung vieler zur Unterstützung der seit acht Wochen im unbefristeten Streik befindlichen Kolleginnen und Kollegen in Trier und Horath auf. Nähere Informationen dazu folgen zeitnah.

 

Berichterstattung

MAZ, 27.07.2019


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