IG Metall Oranienburg und Potsdam
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02.08.2021, 03:08 Uhr

Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie

Warnstreiks zeigen Wirkung

  • 08.05.2021
  • Aktuelles

Die Warnstreiks bei ZF in Brandenburg und Mahle in Wustermark zeigen Wirkung. Bei ZF konnte ein Ergebnis erreicht werden, bei Mahle ist es auf der Zielgeraden. Die Flächenlösung bleibt Ziel der IG Metall.

Foto: Volker Wartmann

Die Angleichung bei ZF kommt
"Wir haben in den vergangenen Tagen und Nächten sehr konstruktive Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite bei ZF geführt und konnten ein Ergebnis erzielen", zeigte sich Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg-Potsdam, zufrieden. "Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für die großartige Beteiligung an den Warnstreiks, ohne die wir dieses Ergebnis ganz sicher nicht erreicht hätten. Damit sind weitere Warnstreiks nicht nötig und werden abgesagt. Wie das Ergebnis genau aussieht, werden wir in den nächsten Tagen kommunizieren und für alle Kolleginnen und Kollegen darstellen."

Mahle auf der Zielgeraden
Auch bei Mahle in Wustermark wird betrieblich über die Angleichung der Arbeitsbedingungen verhandelt. Die Belegschaft hatte auch hier bereits drei ganztägige Warnstreiks durchgeführt. "Der Warnstreik, den wir für Montag, den 10. Mai 2021, bei Mahle geplant haben, verschieben wir auf Mittwoch, den 12. Mai. Wir sind auf einem sehr guten Weg, auch bei Mahle ein betriebliches Ergebnis zu erzielen", sagte Stefanie Jahn.

Flächenlösung muss kommen
Am Freitag, den 7. Mai, hatten IG Metall und Arbeitgeberverband zum sechsten Mal über die Angleichung in der Fläche verhandelt. Diese Verhandlung wurde unterbrochen und wird am Montag, den 10. Mai, fortgesetzt.

Forderungen der IG Metall
Die IG Metall fordert ein Volumen von 4 Prozent für Entgelterhöhungen oder zur Beschäftigungssicherung. Außerdem geht es um Zukunftstarifverträge, um die Transformation zu gestalten, und tariflich verbesserte Übernahmeregeln für Ausgebildete. Dazu fordert die IG Metall im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen für die rund 290.000 Beschäftigten (110.000 in Berlin-Brandenburg und 180.000 in Sachsen) ein Tarifliches Angleichungsgeld, damit mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung endlich Schluss ist mit der Ungleichbehandlung der Beschäftigten in Ost und West.