IG Metall Oranienburg und Potsdam
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22.05.2018, 05:05 Uhr

Kampf um Tarifbindung

Zweiter Warnstreik: Beschäftigte bei Alu-Druckguss in Brieslang kämpfen entschlossen für ihre Forderungen

  • 09.05.2018
  • Aktuelles

Mit einem zweiten Warnstreik haben die Beschäftigten bei Alu-Druckguss in Brieselang am Mittwoch den Druck auf die Geschäftsführung erhöht. Sie kämpfen für die Tarifbindung ihres Unternehmens und fordern wegen der Verlagerung weiterer Maschinen nach Polen in dieser Woche zudem einen Sozialtarifvertrag.

Foto: IG Metall

Drei Verhandlungen zwischen IG Metall und Arbeitgeber blieben bislang ergebnislos. Die ursprünglich für Mittwoch, 9. Mai, angesetzte vierte Verhandlungsrunde wurde von der Arbeitgeberseite verschoben.

"Respektloser Umgang mit der Belegschaft"
„Die Kolleginnen und Kollegen bei Alu-Druckguss erhöhen mit diesem zweiten Warnstreik den Druck auf die Geschäftsführung, um diese endlich in produktive Gespräche zu zwingen“, erklärte Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam. „In dieser Woche werden mehrere Maschinen an den polnischen Standort des Unternehmens verlagert, aber der Verhandlungstermin zur Zukunftssicherung des Standorts und der Beschäftigten abgesagt. Das ist respektlos und eine Missachtung der Belegschaft.“

Die Verlagerung weiterer Maschinen in dieser Woche lässt Sorgen wachsen

Die Unsicherheit unter den Kolleginnen und Kollegen ist groß. Nachdem in dieser Woche erneut Maschinen an den polnischen Standort des Unternehmens transportiert wurden, ist die Sorge um die Zukunft des Standorts Brieselang sowie die Notwendigkeit eines Sozialtarifvertrags weiter gestiegen.

Gute Qualität braucht motivierte Beschäftigte
Die IG Metall fordert für die rund 310 Kolleginnen und Kollegen außerdem die Tarifbindung, um die Arbeits- und Einkommensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Die Einkommen der Beschäftigten, die in Brieselang Druckgussteile für die Automobilindustrie produzieren, liegen auf sehr niedrigem Niveau, ein strukturiertes und nachvollziehbares Entgeltsystem gibt es ebenso wenig wie eine geregelte wöchentliche Arbeitszeit oder einheitlichen Urlaubsanspruch. „Nur mit motivierten Beschäftigten ist eine nachhaltige Standortsicherung mit Qualität, guten Produkten und zufriedenen Kunden zu erreichen“, sagte Stefanie Jahn. „Wenn die Geschäftsleitung ebenfalls dieses Ziel verfolgt, sollte sie endlich mit uns verhandeln.“


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