IG Metall Oranienburg und Potsdam
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19.07.2019, 13:07 Uhr

Angleichung Arbeitszeit Ost

35 reicht! ZF-Beschäftigte bestehen auf Arbeitszeitverkürzung

  • 20.06.2019
  • Aktuelles

35 reicht! Die Beschäftigten der ZF Getriebe Brandenburg GmbH haben am Donnerstag, 20. Juni, ein weiteres Mal deutlich demonstriert, dass sie nicht bereit sind, auf eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bis zum Sanktnimmerleinstag zu warten. Bei einer Informationsveranstaltung des Betriebsrats in der Produktionshalle trugen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen wieder demonstrativ ihre roten und schwarzen Protest-T-Shirts mit der Aufschrift: 35 reicht!

Bei der Informationsveranstaltung des Betriebsrats zur Angleichung der Arbeitszeit sind alle dabei. Fotos: IG Metall

Stefanie Jahn von der IG Metall berichtet den Kolleginnen und Kollegen von den schwierigen Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Stefanie Jahn, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Potsdam-Oranienburg, informierte die Beschäftigten über den Stand der schwierigen Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Vor der Belegschaft betonte sie: „Für ein weiteres Verzögern der Arbeitszeitverkürzung haben wir kein Verständnis. Wir wollen einen Abschluss ohne Wenn und Aber und ohne weitere Zugeständnisse, der schnellstens umgesetzt wird“, so Jahn. „Eine Angleichung der Wochenarbeitszeit für die Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland ist 30 Jahre nach dem Mauerfall längst überfällig. Wir lassen die Arbeitgeber nicht mehr aus ihrer Verantwortung.“

Dass sie unbedingt auf die Arbeitszeitverkürzung bestehen, haben bereits mehr als 34.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen deutlich gezeigt und sich für die Fotoaktion der IG Metall gegenseitig fotografiert. Ihre klare Botschaft: 35 Stunden – Im Osten wie im Westen.

Die IG Metall verhandelt seit Monaten mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie über die Angleichung der Arbeitszeit. Die Gewerkschaft will eine verbindliche Regelung zu einer Verkürzung der Arbeitszeit erreichen. Dafür braucht es einen Tarifvertrag mit klar definierten Zeiträumen zur Absenkung der Arbeitszeit. „Die Arbeitgeber müssen sich jetzt bewegen und die Signale der Belegschaften ernst nehmen“, so Olivier Höbel, Bezirksleiter im IG Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen. Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern findet am 21. Juni statt.


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